Bei dieser Klinkerterrasse in Bielefeld war etwa die Hälfte der Fläche abgesackt: Mulden, offene Fugen und Stolperkanten, während der Rest noch gut lag. Statt alles neu zu bauen, haben wir den abgesackten Teil gezielt repariert - so, dass das Muster aus Klinker und Granitbändern am Ende wieder ohne Bruch durchläuft.
Bestandsaufnahme per 3D-Scan
Vor Beginn haben wir die Terrasse dreidimensional erfasst. Der Scan zeigt die Fläche mit ihren Granitbändern von oben und macht sichtbar, wo sie nachgegeben hatte. So ließ sich genau festlegen, welcher Bereich aufgenommen werden muss.

Aufnehmen und neuer Unterbau
Im abgesackten Bereich haben wir Klinker und Granitsteine aufgenommen und den Unterbau bis auf tragfähigen Grund erneuert: Tragschicht lagenweise eingebaut, verdichtet und ein Splittbett exakt auf Höhe der intakten Hälfte abgezogen.
Neue Rollschicht als Rand
Den Rand haben wir als Rollschicht aus Klinkern neu in Beton gesetzt, mit Rückenstütze und nach Schnur und Wasserwaage ausgerichtet - an der Ecke im Bogen. Sie fasst die Terrasse seitlich ein, damit der Rand nicht erneut nachgibt.
Granitbänder und Klinker
Zuerst wurden die doppelten Granitbänder nach Schnur gesetzt, danach die Klinker im Läuferverband dazwischen verlegt. Steine, die sich nicht wiederverwenden ließen, haben wir passend zum Bestand ersetzt. Zum Schluss wurde verfugt, abgerüttelt und gereinigt.
Ergebnis
Die Terrasse liegt wieder eben, Wasser läuft ab statt in Mulden stehen zu bleiben, und das Muster läuft ohne sichtbare Grenze zwischen reparierter und alter Fläche durch.





